
Prozess um Brandstiftung in der Marywilska: Verhandlung hinter verschlossenen Türen
TV Quelletvn24.pl13:44 · Kriminalität
Warschau

Am Montag hat vor dem Bezirksgericht Warszawa-Praga der Prozess um eine Serie von Brandstiftungen begonnen. Die Anklage betrifft drei Vorfälle: die Brandstiftung im OBI-Markt in der ul. Radzymińska in Warschau, die Brandstiftung im IKEA-Markt in Vilnius und den Brand im Einkaufszentrum „Marywilska 44“ im Mai 2024. Außerdem geht es um die Vorbereitung einer Brandstiftung im IKEA in Riga.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hat eine internationale Gruppe die Brände im Auftrag Russlands verübt. Die Angeklagten sind Ukrainer und Belarussen: Danyil B., Oleksandr H., Witalij K. und Stepan K. Danyil B. soll den Brand gefilmt und die Aufnahme an die Auftraggeber weitergegeben haben, die sie dem russischen Geheimdienst schickten. Wer den Brand in der Marywilska tatsächlich gelegt hat und wer der Auftraggeber ist, ist bislang nicht ermittelt.
Das Gericht hat die Verhandlung unter Berufung auf den Schutz eines wichtigen staatlichen Interesses vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Vertagung: Danyil B. sei von litauischen Diensten festgenommen worden und noch nicht an Polen überstellt. Die litauische Seite hält es für möglich, dass die Überstellung zwei Monate dauert.
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